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Auf
der Richelsley (Leyen=Schiefer) erhebt sich auf einem
etwa 12m hohen devonischen Konglomeratfelsen in der Nähe
des Klosters Reichenstein dieses beeindruckende
Kreuz.
Das Kreuz im Venn ist 6m hoch, 1.338kg
schwer und fest im Fels verankert. Stufen, die unschwer zu
begehen sind, führen zum Kreuz hinauf. Hier bietet sich eine
schöne Aussicht.
1890 wurde das Eisenkreuz eingeweiht.
Gerhard Joseph Arnoldy war von 1869 bis 1914 in
Kalterherberg als Priester tätig. Er ist Erbauer des dortigen
zweitürmigen 'Eifeldoms'.
Zur Erinnerung an
Stephan Horrichem, den 'Apostel des Venns', der von
1639 bis 1686 Prior des Prämonstratenserklosters
Reichenstein war, ließ er ein Kreuz errichten. Stephan
Horrichem wurde auch bekannt wegen seiner Hilfsbereitschaft,
die er verfolgten Menschen am Venn während des 30 jährigen
Krieges zukommen ließ.
Unterhalb des Kreuzes findet man
in einem schmalen Felsraum eine Marienstatue. Sie
wurde am 9. September 1894 von Kalterherberger Bürgern
zu Ehren des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Arnoldy
aufgestellt. Zur Tradition gehört der Pilgergang am 1.
Mai von Kalterherberg zur Madonna. Hier wird die Messe
gelesen.

Bekannt
geworden ist das Kreuz im Venn durch den gleichnamigen Roman
von
Clara Viebig
.
Die Richelsley: Der Sage nach hat hier der Teufel, der mit den
gewaltigen Gesteinsblöcken die kaiserliche Pfalz in Aachen
zerstören wollte, 'schlapp' gemacht und sie enttäuscht
niedergeschmettert.
So
finden Sie das 'Kreuz im Venn':
Fahren Sie über
Mützenich in Richtung Kalterherberg. Im Tal fahren Sie an der
Gaststätte 'Leyloch' vorbei und unterqueren bald einen
Eisenbahn-Viadukt. Hier sehen Sie zur Linken einen Teil des
Klosters Reichenstein. Nach ca. 200m finden Sie
v o r einer Brücke an der rechten Seite einen relativ
großen Parkplatz ('Parkplatz an der
Nobertuskapelle')
Sie gehen an der rechten Seite des
Parkplatzes einen Weg aufwärts und überqueren bald die
Belgische Bahnlinie. Überqueren Sie die nächste Wegekreuzung
aufwärts. Diesen Weg verlassen Sie nicht mehr. Im oberen
Bereich gabelt er sich einmal, hier bitte rechts halten.
Nach
etwa 15 Minuten stehen Sie unterhalb des Kreuzes und der
Marienstatue.
Zur Besteigung der Richelsley gehen Sie
auf einem Weg rechts um den Felsen herum. Ab hier führen
Stufen hinauf zum Kreuz.
Kaiser Karls Bettstatt nahe Mützenich
Der Sage nach soll Kaiser Karl der Große sich bei einem Jagdausflug
von seiner nahen Residenz Aachen aus im Hohen Venn verirrt haben und
gezwungen gewesen sein, auf diesem großen Quarzitfelsen zu übernachten.
Der Felsen, nahe dem Ort Mützenich, unmittelbar an der deutsch-belgischen
Grenze gelegen, heißt heute noch ganz allgemein: Kaiser Karls Bettstatt.
Weil es kalt geworden war, brachte ein Diener dem Kaiser eine Kopfbedeckung.
Er aber wollte diese nicht und sagte 'Mütze nicht!'.
So kam der Ort, laut Sage, zu seinem Namen.
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